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Rad-Reportagen Schwarzwald

GP Triberg-Schwarzwald fest in slowenischer Hand

09.06.2007

Veranstaltung:
Profirennen GP Triberg-Schwarzwald | Sa, 09.06.2007

Das slowenische Perutina Ptuj Team setzt nach seinem Sieg 2006 neue Maßstäbe. In der vierten von 6 Runden konnten sich Radoslav Rodiga und Matja Kvasina beide aus Kroatien vom verbliebenen Feld lösen und einen Doppelsieg vor Peter Veltis vom Wiesenhof-Felt Team verbuchen.
Das Team Gerolsteiner, das in den ersten vier Runden das Rennen in einer Ausreißergruppe maßgeblich mitbestimmt hatte, konnte ausgerechnet mit „Bergspezialist“ Sven Krauss einen fünften Platz verbuchen. Stefan Schumacher, der im Vorfeld als Mitfavorit gehandelt wurde, waren die Hände gebunden, da er durch seine Teamkameraden in der Spitzengruppe nicht angreifen konnte.“Ich hatte durch eine Erkältung diese Woche auch nicht die Beine dafür“, mußte er einräumen.

Erfreulich stark trumpften auch andere Teams aus der zweiten Reihe auf. So konnte Philipp Mamos vom Team Sparkasse sich die Bergwertung, ausgetragen in St. Georgen, sichern. Früh war er in einer Ausreißergruppe vertreten, diese 9 Fahrer strarke Gruppe konnte bis zu 1:40 min herausfahren und wurde erst in der vierten Runde wieder gestellt. Danach konnten sich die siegreichen Perutina Ptuj Fahrer lösen.

Leider war Petrus nicht auf der Seite der Fahrer und Zuschauer und öffnete die Schleusen ab und an allzu kräftig. Ohne diese Unbilden des Wetters wären sicher noch mehr Zuschauer möglich gewesen.“Wir sind mit der Resonanz absolut zufrieden, wir hatten mehr Zuschauer als letztes Jahr und annähernd so viele wie in dem Jahr als Jan Ullrich startete. Mit besserem Wetter hätten wir diese Zahl bestimmt auch noch getoppt“, resümiert Veranstalter Rick Sauser.

Nach dem Rennen der Profis war die Strecke frei für die Hobbyfahrer, die sich auf dem Originalkurs des GP Triberg-Schwarzwald versuchen konnten. Schon bald wusste jeder der Fahrer, warum dieser Kurs als Deutschland schwerstes Eintagesrennen gilt. An der „Geutsche“ der berüchtigten Steigung von bis zu 19%, waren einige gezwungen abzusteigen und auf Schusters Rappen weiter zu wandeln. Aber man konnte auch sehen wie hoch das Niveau in der „Hobbyszene“ mittlerweile ist. Es gab vieleFahrer die fast mühelos in einem hohen Tempo dieses schwere Teilstück bewältigten. Darunter auch auffallend viele ältere Fahrradfans.

In dieser Konzeption, Radsportwochenende mit Profis und Hobbyfahrern, kann dem GP Triberg-Schwarzwald sicherlich eine rosige Zukunft prophezeit werden, gerade weil man durch den Breitensport von der aktuellen Dopingdiskussion und dem Profiradsport etwas unabhängiger wird.


Autor: Noda

Die Siegreichen Perutina Ptuj Profis
Die Siegreichen Perutina Ptuj Profis
Peter Veltis vom Wiesenhof-Felt Team
Peter Veltis vom Wiesenhof-Felt Team
Philipp Mamos vom Team Sparkasse
Stefan Schumacher
Das Feld am Anstieg in Triberg

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Fotostrecke: Profirennen GP Triberg-Schwarzwald