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Rad-Reportagen Schwarzwald

Die 12 harten Stunden von Todtnauberg - Scheiderbauers stehen gemeinsam auf dem obersten Podest

28.08.2006

Am vergangenen Samstag war Todtnauberg Schauplatz eines Mountainbike-Rennens mit ungewöhnlichem Konzept. Im Gegengsatz zu anderen Events wird dort auf Zeit gefahren. Ziel ist es, innerhalb von 12 Stunden so viele Runden wie möglich zu drehen.

Jörg Scheiderbauer gewinnt bei den Herren

Die Glücks- und Erfolgssträhne von Jörg Scheiderbauer hält an. Der Fahrer des Team GHOST International gewann in Todtnauberg souverän nach 238 Kilometern und 5.100 Höhenmetern. Um 08.00 Uhr morgens fiel der Startschuss. Das Rennen begann zunächst noch bei guten Wetterbedingungen. 14 Kilometer und 300 Höhenmeter betrug der technisch schwierige Rundkurs. Scheiderbauer ließ es eher gemäßigt angehen und peilte Rundenzeiten um die 35 Minuten an. Kürzlich hatte er bei der 24 Stunden WM in Eschlikon, nachdem er etwa die Hälfte des Rennens in Führung lag, einen Einbruch gehabt. Dieses Mal wollte er seine Kräfte besser einteilen. Runde für Runde konnte der Rammersweirer seine Führung auf den späteren Zweitplatzierten Christian Fischer aus Arzheim ausbauen. Um 16.00 Uhr begann es heftig zu regnen, man hatte das Gefühl der Winter stehe kurz bevor. Da entschieden die Kommissäre das Rennen um eine Stunde zu verkürzen.

Mit Snickers und Cola in die letzten zwei Runden

Als Jörg Scheiderbauer um 17.30 Uhr, zwei Runden vor Schluss, einen kurzen Kräfteabfall registrierte, erhielt er von seinen Betreuern ein Snickers und eine Cola als Energieschub. Scheiderbauer bäumte sich noch einmal auf und am Ende hatte er eine Runde Vorsprung auf den Zweitplatzierten Fischer und sogar zwei Runden Vorsprung auf den Drittplatzierten Sascha Burghardt aus Freiburg.

Anna Baylis-Scheiderbauer gewinnt bei den Damen

Die Australierin hat ihre Form von der TRANSLAP CHALLENGE wieder gefunden. Nach einer Erholungsphase und einer verschleppten Magen-Darm-Grippe, landete auch sie souverän auf dem ersten Platz.

Baylis-Scheiderbauer fuhr 182 Kilometer und 3.900 Höhenmeter

„Nie wieder fahr ich so ein hartes Rennen“, war die spontane Reaktion von Anna Baylis-Scheiderbauer, nachdem sie 13 Runden bei frostigen sieben Grad absolviert hatte. Doch Ehemann Jörg hatte seiner Frau das Rennen wärmstens empfohlen, da es seiner Ansicht nach mental unglaublich viel bringt. Offensichtlich hatte er den richtigen Riecher. Gerade gegen Ende konnte die Australierin in den schwierigen und aufgeweichten Abfahrten immer wieder Boden gut machen und gewann mit 28 Minuten Vorsprung vor Kirsten Maas. Dritte wurde Nicola Nesselberger mit 45 Minuten Rückstand.

Das erfolgreiche GHOST Duo darf sich nun mit dem zünftigen Titel „Schwarzwald König und Schwarzwald Königin“ betiteln. Über diese Bezeichnung konnte die sympathische Australierin, die seit mehreren Jahren in Rammersweier lebt, bei der Siegerehrung schon wieder herzlich lachen.
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Bikerkönigin und Bikerkönig von Todtnauberg - die Scheiderbauers
Bikerkönigin und Bikerkönig von Todtnauberg - die Scheiderbauers