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Rad-Reportagen Schwarzwald

Unerwarteter Sieger beim GP-Triberg-Schwarzwald

03.06.2006

Veranstaltung:
Profirennen GP Triberg-Schwarzwald | Sa, 03.06.2006

Einige 1000 Zuschauer sahen bei Deutschlands schwersten Eintages-Rennen in Jure Golcer einen völlig unerwarteten Sieger, dessen Team, die Pro-Tour Teams T-Mobile und Geroldsteiner alt aussehen ließ.
19 Teams mit 119 Radprofis starteten in Triberg für 162 km, die in 7 Runden gefahren wurden. Gleich zu Beginn stürmten 3 Ausreißer mit dem Alpirsbacher Lokalmatador Steffen Weigold vom Lamonta-Team an die Spitze und fuhren bis zu 2:30 min. Vorsprung heraus.
Als sie in der 4. Runde eingeholt wurden, setzten sich drei Fahrer des slowenischen Teams Perutnina Ptuj ab und bestimmten fortan das Renngeschehen.
„Mir wurden die Beine schwer und ich war froh das Tempo des Hauptfeldes noch eine Weile halten zu können“, so der erste Ausreißer und spätere Bergpreissieger Steffen Weigold, der in der Schlußrunde mit 8:27 min. Rückstand ins Ziel kam.

Die im Hauptfeld verbliebenen Geroldsteiner- und T-Mobile-Fahrer, in Person von Linus Gerdemann, versuchten die Lücke zu schließen, blieben aber weitgehend auf sich alleine gestellt und konnten den Triumph des Slowenen Jure Golcer nicht verhindern. Einen Dreifachtriumph des Perutnina Ptuj konnte lediglich Steve Morabito vom Team Phonak verhindern, der zu dem Trio aufschließen konnte.

Golcer griff in der letzten Runde an der Steigung zur Geutsche an und konnte sich absetzen. Den Sprint der Verfolger gewann schließlich Steve Morbito. Auf dem dritten Platz folgte Hrvoje Miholjevic, ebenfalls vom Team Perutnina Ptuj ins Ziel.
Bester Deutscher auf Platz 5 wurde Robert Retschke vom Team Wiesenhof-Akut.
Die Pro-Tour Teams Geroldsteiner und T-Mobile landeten mit Linus Gerdemann und Matthias Russ auf den Plätzen 12 und 14.
Insgesamt kamen von den 119 gestarteten Radprofis 33 ins Ziel, was eindrucksvoll die Schwere dieses Rennens dokumentiert.
Auf die Frage, ob die heutige Renntag-Strategie so geplant war, antwortete der Sieger „Siegen ist immer schön und dieser Sieg ist der wichtigste in meiner Karriere“. Zunächst wussten sie nicht, ob sie die stärkste Mannschaft sein könnten, merkten aber bald, dass dies heute ihr Tag war und Golcer konnte in den beiden letzten Runden „alles klar machen“.


Autor: Noda

Der Sieger Jure Golcer
Der Sieger Jure Golcer
Start in Triberg
Start in Triberg
Das Feld an der ersten Steigung
Steffen Weigold Bergpreissieger (vorne)
Totschnig und Gerdemann an der Spitze des Verfolgerfeldes

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