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Rad-Reportagen Schwarzwald

Gutmann/Euteneuer siegen beim VAUDE Trans Schwarzwald vor heimischer Kulisse

15.08.2008

Veranstaltung:
3. VAUDE Trans Schwarzwald | So, 10.08.2008 - Sa, 16.08.2008

Auf der sechsten Etappe des VAUDE Trans Schwarzwald kam Jochen Käß bereits zum vierten Mal als Sieger der Einzelkategorie im Ziel an. Vor heimischer Kulisse in Grafenhausen konnten sich zudem Felix Euteneuer und Heiko Gutmann feiern lassen. Bei den Damen siegte wieder Elisabeth Brandau.

Am sechsten Tag galt es für die Biker des VAUDE Trans Schwarzwald 68,70 Kilometer und 1.600 Höhenmeter zu überwinden. Nach dem Start bildete sich schnell eine Spitzengruppe. Die Teams Rothaus-Cube 3, SRM Stevens I, Gerolsteiner sowie die Einzelfahrer Jochen Käß, Lukas Kubis, Nico Graf und Kevin van Hoovels konnten sich vom Rest des Feldes lösen. Der Regen in der Nach auf Freitag hatte der Strecke arg zugesetzt. "Im Wald war es teilweise wie auf Glatteis", berichtete Käß nach dem Rennen. Der Alb-Gold-Biker, der nach 2:36.42,6 Stunden in Grafenhausen als Erster das Ziel erreichte, rutschte im Wald einmal kurz weg. Der Sturz verlief aber ohne Folgen, sodass sich der 27-Jährige auf den letzten Kilometern aus der Spitzengruppe lösen konnte. "Die Etappe wollte nicht enden. Den letzten langen Anstieg habe ich unterschätzt, auch wenn er mir zum Wegkommen geholfen hat", merkte man Käß die Strapazen an. 55,5 Sekunden nach dem Tagessieger rollte der Belgier Kevin van Hoovels ein, der damit auch den zweiten Gesamtrang festigte. Dritter der Herren wurde erneut Lukas Kubis, der dies kurz und knackig kommentierte: "Wie immer!"

Überraschungssieger bei den Herrenteams
Bei den Herrenteams ließen es die Favoriten am sechsten Tag etwas langsamer angehen. So standen nach der sechsten Etappe drei Teams erstmals in dieser Woche auf dem Podium. Der Sieg ging an das junge Rothaus-Cube-Duo Felix Euteneuer und Heiko Gutmann. Nach 2:40.14,4 Stunden freuten sich die beiden über den hart erkämpften Triumph. "Das Rennen war unglaublich hart. Wir sind froh, dass wir es geschafft haben", sagte Euteneuer zum Sieg. Knapp elf Sekunden nach den Lokalmatadoren schaffte das SRM Stevens Team den zweiten Rang. Damit war Teammanager Mac Hanisch durchaus zufrieden: "Die Leistung war ok. Die Beiden haben sich die letzten Tage echt schwer getan." Die Beiden das sind der Schwede Calle Friberg und Karl Markt aus Österreich. Aus Österreich kamen auch die beiden Biker des Multivan-Merida-Teams, die es auf den dritten Rang schafften. Die Brüder Robert und Alexander Gehbauer fuhren zunächst in der Gruppe der Favoriten: "Zwei Kilometer vor dem Ziel haben wir eine Attacke geritten. Damit konnten wir dann eine Lücke reißen." Die Gesamtführenden Karl Platt und Stefan Sahm vom Team Bulls rollten ohne großen Zeitverlust mit den anderen Favoriten Vaude-Simplon, Rothaus-Cube 1 und Alb-Gold 1 ins Ziel.

Straßenprofis im Pech
Nicht glücklich über den Verlauf der Etappe waren die Gerolsteiner-Straßenprofis Volker Ordowski und Sven Krauß. Die beiden hatten sich für den sechsten Tag viel vorgenommen. "Wir wollten heute aufs Treppchen", sagte Ordowski nach dem Rennen etwas enttäuscht. Bis 30 Kilometer vor dem Ziel waren sie auch in der Spitzengruppe vertreten, dann mussten sie einen Platten bei Krauß beheben, was ihnen viel Zeit kostete. "Danach war die Moral einfach weg. Wir sind dann langsam den Rest der Etappe gefahren und haben so noch ein paar Körner für die letzte Etappe gespart", so Ordowski weiter.

Master- und Mixed-Duos machen gemeinsame Sache
Die Führenden der Master- und der Mixed-Kategorie haben die Strecke von Engen nach Grafenhausen gemeinsam zurückgelegt. In einer 20-köpfigen Gruppe wechselten sie sich bei der Führungsarbeit ab. "Die Gruppe hat wirklich gut harmoniert", berichtete Sven Winter vom Team Pedal/Centurion. Am letzten Berg fiel die Gruppe dann auseinander. Über den Platz ganz oben auf dem Podium freute sich Winter zum fünften Mal mit seinem Teampartner Ulli Rottler. Damit sollte ihnen die Gesamtwertung auch nicht mehr zu nehmen sein. "Vielleicht können wir morgen einmal etwas langsamer machen, aber mit Ulli wird das nicht gehen", hoffte der Schweizer Winter, dass er einmal seinen Beinen etwas Ruhe gönnen könnte. Die Plätze zwei und drei gingen wie in den vergangenen Tagen an das Team Woba mit Gerhard Häberle und Peter Schnaufer und das Team Adidas Medsport Checker Pig mit Christoph und Markus Pielenz. Nach 2:59.19,9 Stunden und damit elf Sekunden langsamer als die Master-Sieger erreichten Sascha und Bianca Knöpfle Grafenhausen. Wie Euteneuer/Gutmann fuhren sie bei ihrem Heimspiel einen Sieg ein. "Das war schon fast ein Muss. Es ist aber alles perfekt gelaufen", gestand Sascha Knöpfle ein, dass sie auch ein bisschen Druck bekamen. "Morgen wollen wir zum Abschluss noch einen Sieg in unserer Klasse", zeigte sich der jüngere Brüder von Bianca noch nicht erfolgssatt.

Schwing dank Physiotherapeut am Start
Nach ihrem schweren Sturz am Donnerstag war es "wie ein Wunder", dass Katrin Schwing heute wieder auf dem Bike saß. Zusammen mit ihrem jüngeren Kollegen Marcel Reiser von Vaude-Simplon konnte sie den Knöpfles nicht folgen. Die Dolphin-Trek-Pilotin prellte sich am fünften Tag Hüfte und Oberschenkel schwer: "Ich verdanke den Start meinem Physiotherapeuten. Ich hätte gestern nicht gedacht, dass ich überhaupt fahren kann." Schwing und Reiser kamen knapp hinter Annette Griner und Sam Baeten von Rothaus-Cube, die damit im Mixed einen Doppelsieg feiern konnten, an.

Brandau macht Gesamtsieg perfekt
Ihren fünfen Etappensieg sicherte sich Elisabeth Brandau. Die Athletin von Best-Bike-Parts/Haibike kam fast vier Minuten vor Mona Eiberweiser vom SKS-Team an. Nationalfahrerin Anja Gradl wurde zum sechsten Mal Dritte. Milena Landtwing, die in Engen noch triumphieren konnte, musste heute für die Kraftanstrengung vom Vortag büßen. Sie kam erst neun Minuten nach der Siegerin ins Ziel. Für Eiberweiser war es der erste Podiumsplatz bei dieser Rundfahrt. Bei den Grand Master ist dem Bike-Team Regio Frauenfeld auf dem sechsten Abschnitt der erste Sieg geglückt. Die Schweizer Freddy Bau und Kilian Küng, die gestern die Gesamtführung übernahmen, konnten damit ihren knappen Vorsprung auf das Team Monte Saurus ausbauen. Bodo Zehm und Thomas Altman erreichten Grafenhausen 19,5 Sekunden später. Die Mythen Boys, die auf dem Weg nach Engen nach einem Schaltwerkabriss über eine Stunde einbüßten, haben mit der Entscheidung ganz vorne nichts mehr zu tun. Das schweizerische Duo Noldy Eberli und Beat Nideröst hat den dritten Gesamtrang aber sicher.

Zum Finale nach Murg-Niederhof
Am morgigen Samstag steht das Finale des VAUDE Trans Schwarzwald an. Die meisten Podestplätze sind vor der siebten Etappe bezogen, sodass die Teilnehmer den letzten Abschnitt über 83 Kilometer noch einmal genießen können. Anstrengend wird es aber dennoch, warten auf der Strecke von Grafenhausen nach Murg-Niederhof noch einmal 2.090 Höhenmeter zum Abschluss.
(PM, Fotos: MEDIA-TOURS)

Felix Euteneuer und Heiko Gutmann

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Links

http://services.datasport.com/2008/mtb/transschwarzwald/el/etappe6/...
Ergebnisse Etappe 6: Engen - Grafenhausen