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Rad-Reportagen Schwarzwald

VAUDE Trans Schwarzwald startet mit kuriosem Finish

10.08.2008

Veranstaltung:
3. VAUDE Trans Schwarzwald | So, 10.08.2008 - Sa, 16.08.2008

Der dritte VAUDE Trans Schwarzwald hat begonnen. Und das gleich mit einem kuriosem Finale. Die Sieger der ersten Etappe von Pforzheim nach Bad Wildbad heißen Stefan Sahm und Karl Platt. Das Team Bulls kam aber erst als Viertes im Kurpark an.

Um kurz nach 11 Uhr ertönte der Startschuss zur dritten Auflag des VAUDE Trans Schwarzwald. Am Start in Pforzheim standen neben den 130 Teams erstmals auch 210 Einzelstarter. Auf dem Weg von der Goldstadt nach Bad Wildbad mussten die Profis und die zahlreichen Hobbysportler 69,30 Kilometer und 1.880 Höhenmeter zurücklegen. Nach dem neutralisierten Start ging das Rennen richtig los, als Karl Platt an einem Anstieg das Tempo erhöhte. Schnell bildete sich eine Spitzengruppe, der unter anderem auch Jochen Käß und der ehemalige Schweizer Weltmeister im olympischen Cross Country Ralph Näf angehörten.

Näf sorgt immer wieder für Unruhe
In dieser Gruppe war es dann immer wieder Ralph Näf, der das Tempo forcierte. Meistens konterte Karl Platt diese Attacken. Auf den letzten Kilometern entschied sich dann der erste Tagesabschnitt. Platt/Sahm forcierten noch einmal und sicherten sich nach 2:32.27,9 Stunden den Sieg. „Wenn man gewinnt, hat alles geklappt“, gab Platt im Ziel zu Protokoll. Für die beiden Rundfahrtenspezialisten gleich das, was sie sich vorgestellt hatten. Sahm ergänzte: „Jetzt haben wir das Leadertrikot und wollen es auch nicht mehr abgeben.“ Allerdings waren die Erstplatzierten heute nicht die Ersten im Bad Wildbad. Eine fünfköpfige Gruppe verfuhr sich und kürzte die Strecke so ungewollt ab. Ulli Rottler, der zusammen mit Sven Winter das Team Pedal/Centurion bildet, erklärte das Versehen: „Der Richtungspfeil ging halbrechts weg. Da sind wir rechts in den Downhill gefahren. Das war wohl falsch.“ Zu den Unglücklichen gehörten auch Bianca Knöpfle und ihr Bruder Sascha und Raphael Bertschinger. Gerade für die Knöpfles des Team Rothaus-Cube ärgerlich, denn sie lagen in der Mixed-Kategorie in Führung. Zweite wurden in der Herrenklasse mit einem Rückstand von 2:20,2 Minuten Andi Strobel und Markus Kaufmann vom Team Vaude-Simplon 1, die damit rund 20 Sekunden schneller waren als das Team Alb-Gold Mountainbike 1 mit Hannes Genze und Torsten Marx.

„Es könnte was werden“
Sieger in der Einzelkategorie und damit der erste Träger des Leadertrikots ist Jochen Käß. Der Biker vom Team Alb-Gold kam nur knapp hinter den Tagessiegern vom Team Bulls ins Ziel. Käß war mit der Leistung mehr als zufrieden und ist nun zuversichtlich für den weiteren Verlauf: „Ich denke, es könnte was werden. Wenn ich von der Defekthexe verschont bleibe, rechne ich mir hier etwas aus.“ Auf den letzten Kilometern nahm Käß Ralph Näf vom Multivan-Merida-Team noch 37,1 Sekunden ab. Als Dritter schaffte der Belgier Kevin van Hoovels den Sprung aufs Treppchen. Die Entscheidung bei den Damen fiel im Zielsprint. Nach 69 Kilometern lagen Elisabeth Brandau (Best-Bike-Parts/Haibike) und Milena Landtwing aus der Schweiz (Univega Velo-Franz) noch Rad an Rad. Letztendlich hatte Brandau mit zwei Zehnteln Vorsprung das bessere Ende für sich. 23 Minuten später erreichte Anja Gradl, die im Trikot der BDR Nationalmannschaft unterwegs ist, das Ziel.

Baeten und Griner übernehmen Führung in der Mixed-Wertung
Nach dem kuriosem Finale wurde in der Mixed-Wertung erst einmal das Team Rothaus-Cube 4 als Sieger geführt. Damit geht das Leadertrikot in jedem Fall an die Mannschaft von Patrik Faller. Sam Baeten und Annette Griner benötigten für den ersten Tagesabschnitt 3:02.43,9 Stunden. Katrin Schwing vom Dolphin-Trek-Team fährt zusammen mit Vaude-Simplon-Biker Marcel Reis. Das Duo mit einem Altersunterschied von 14 Jahren konnte die Beine fünf Minuten später hochnehmen. Vorläufig als Dritte wird das Team Bergstraße/RSV Neustadt mit Jakub Blaha und Claudia Seidel geführt. Im Ergebnis der Master-Kategorie durften sich am Ende Gerhard Häberle und Peter Schnaufer vom Team Woba über den Etappensieg freuen. Mit ihnen standen Markus und Christoph Pielenz (Adidas Medsport Checker Pig) und die Belgier Paul Aerts und Pascal De Kort auf dem Treppchen. Die schnellsten Grand Master waren die Mythen Boys aus der Schweiz. Hinter diesem Namen verbergen sich Noldy Eberli und Beat Nideröst, die dem zweitplatzierten Team Monte Saurus mit Thomas Altmann und Bodo Zehm am ersten Tag gleich 2:30 Minuten abnahmen. Auf Rang drei ist mit Freddy Bau und Kilian Küng (Bike-Team Regio Frauenfeld) ein weiteres Schweizer Duo zu finden.

Königsetappe am zweiten Tag
Auf der zweiten Etappe geht es am Montag gleich richtig zur Sache. Von Bad Wildbad geht es weiter nach Bad Rippoldsau-Schapbach. Mit insgesamt 2.750 Höhenmeter und 89,20 Kilometern ist dies der schwierigste Tagesabschnitt und damit so zusagen die Königsetappe des diesjährigen VAUDE Trans Schwarzwald. (PM, Fotos:MEDIA-TOURS)

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Links

http://www.ttqvgw.de/maps/?key=cumuha76&modus=l
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http://services.datasport.com/2008/mtb/transschwarzwald/el/etappe1/...
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