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Rad-Reportagen Schwarzwald

Kaiserwetter für das Straßenradsportfestival RiderMan 2007

23.09.2007

Veranstaltung:
Rothaus RiderMan | Sa, 22.09.2007 - So, 23.09.2007

Es war Kaiserwetter am Wochenende, ein Wetter wie es besser nicht hätte können sein, für das Straßenrad-Sportfestival, den 8. Rothaus-RiderMan in Bad Dürrheim. Und nicht nur das fantastische Herbstwetter trug mit zur überaus guten Stimmung bei, ihren Anteil hierzu lieferten sowohl die Teilnehmer als auch die begeisterten Zuschauer. Mit 1430 Teilnehmern haben sich die Erwartungen laut Kai Sauser voll und ganz erfüllt. Der Sieger des RiderMan-Straßenrennens wurde nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen und gelungenem Sprint Nino Ackermann vom Team Blue Essentiales „nach 3:57.33,4 fuhr er gefolgt von Andreas Ueberrhein von Sauter-Cumulus-Freiburg und Alexander Bauer vom Lexxi TeamBikeWear.com ins Ziel der 150 Kilometer-Langdistanz. Diese drei Besten des RiderMan führen zugleich die Liste der T-Mobile-Cycling Tour an, die zum ersten Mal Teil der Rothaus RiderMan-Wertung ist. Diese Rennserie ist die erste und einzige nationale Wertungsserie für Jedermänner und -frauen und erstreckt sich über die wichtigsten und größten Jedermannrennen in Deutschland. Außerdem ist der Rothaus RiderMan wie in den vorigen Jahren wieder Teil der internationalen UCI Golden Bike Serie. Unter den Teilnehmern waren neben vielen regionalen Athleten auch Friedrich Isemann und Petra Take vom RSV Bad Oeynhausen. Das Paar ist schon zum vierten Mal des RiderMan’s wegen, die 610 Kilometer nach Bad Dürrheim gereist, das einzige Radrennen im Jahr, das die beiden mitfahren in Kombiwertung. Warum, erklärten die beiden kurz vor dem Startschuss am Sonntagmorgen so: „Beim RiderMan ist alles super organisiert, alles gut abgesperrt“, hier gelte ein dickes Lob der Polizei und der Bundeswehr „es wird so vieles geboten und das zu einem sehr fairen Preis“. Lediglich die „Hausecken-Streckenführung“ innerhalb von Bad Dürrheim gelte es zu überdenken, die nach Ansicht von Friedrich Isemann doch sehr gefährlich sei. 320 Höhenmeter galt es in jeder Runde und dies bis zu sechs Mal zu überwinden, doch für die Teilnehmer eine ganz freiwillige „Schinderei“, denn schließlich steigt nicht nur der Berg zuerst nach Hochemmingen, dann nach Öfingen, sondern auch der Adrenalinspiegel.

Gestartet wurde wie immer Blockweise „Block A und B im Zehnminutentakt, die weiteren Blöcke alle zwei Minuten. Auch Alexander Herr war wieder am Start, der Ex-Skispringer, der sich nun dem Radsport verschrieben hat. Nach 100 Kilometer und 2:46.05,6 Stunden ist Herr über die Ziellinie gefahren, denn obwohl er 14000 Radkilometer in den Beinen habe „wurden meine Oberschenkel sehr hart und mich haben Krämpfe geplagt“, erklärte der „Wiederholungstäter“ in Sachen RiderMan im Zielbereich „aber nächstes Jahr bin ich wieder mit dabei „versprochen“.

Als erster des 8. Rothaus-RiderMan-Straßenrennens hat bereits nach 37.58,3 Minuten Roland Rupprechter aus dem österreichischen Hard die Ziellinie passiert und das 25-Kilometer-Rennen gewonnen, während sich viele der anderen Teilnehmer in die zweite Runde einfädelten, unter der ersten Spitzengruppe auch Willi Haßler, der am Ende, so wie er sich vorgenommen hatte, wieder die Langdistanz mit 150 Kilometern fuhr und in seiner Klasse RiderSeniors III mit 4:12,00,2 Platz zwei belegte. Auch Frank Holfeld vom SV Trossingen war in der Spitzengruppe vertreten, bei der letzten Bergetappe sei er auf Platz zwei gewesen, konnte diesen aber nicht halten „da mir das Sprinten zu gefährlich ist, es war immerhin mein erstes Straßenrennen, das ich überhaupt gefahren bin, sonst habe ich nur beim Einzelzeitfahren mitgemacht“, erklärte der junge Trossinger, der mit einer Zeit von 2:38,04,4 Stunden die 100 Kilometer-Strecke mit Platz 7 der RiderSeniors I beendet hat.
Mit Anfeuerungsrufen wurden die Radsportathleten wie in den vergangenen Jahren auf der Strecke von Fans angefeuert, diese litten besonders an der Öfinger Rampe mit, und Rampensprecher Bernd Lösselt gab seine „Bergpredigt“ zum Besten. Auch im Zielbereich, wo in der 25-er und in der 50-er Runde jeweils ein Teilnehmer sein Rad unter dem Motto „wer sein Fahrrad liebt, der schiebt“ nach Defekt ins Ziel geschoben oder gar getragen hat, gab es kräftigen Applaus der Zuschauern. Auf der Strecke war das „Mobile Fahrzeugkommando“ für Defekte vom platten Reifen bis zum Speichenbruch und vielen Kleinigkeiten mehr ein gerne willkommener Partner und auch das Rote Kreuz kam zu diversen Einsätzen: Während vermutlich nach einem Fahrfehler wenige Meter vor der Ziellinie zwei Fahrer stürzten, war auf der geraden Strecke zwischen Öfingen und Biesingen ein radschiebender Zuschauer Verursacher eines Unfalls. Ein RiderMan-Teilnehmer kam zu Fall, eine weitere Teilnehmerin konnte nicht mehr bremsen, während der Erstgestürzte sich verletzte, konnte die Teilnehmerin, nachdem der Materialwagen gekommen war, die Tour beenden, allerdings mit einer Stunde Verspätung. Der Unfallverursacher habe sich unerkannt von der Unfallstelle entfernt, berichtete die verärgerte Teilnehmerin im Zielbereich. Bildtext: Ihr gestecktes Ziel haben die Organisatoren Rik und Kai Sauser mit 1430 Teilnehmern am diesjährigen RiderMan in Bad Dürrheim erreicht. (iko)

Mit freundlicher Genehmigung von nq-online.de

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